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Wie helfe ich als Führungskraft meinen Mitarbeitenden, ihre Motivation zu reaktivieren

Interessantes
14.01.2025

Es ist manchmal wie im richtigen Leben – alles Neue ist erst einmal spannend und zwar solange, bis es zur Gewohnheit wird. Das gilt nicht nur für Beziehungen im persönlichen Bereich, sondern auch für die Beziehung zur Arbeit. Und mal Hand auf's Herz: Wenn wir Höhen und Tiefen im Privaten haben, warum soll es beruflich anders sein? Die dahinterliegenden Mechanismen sind schließlich identisch. Schauen wir uns das mal genauer an.


Wir beginnen eine neue Beziehung. Was ist daran reizvoll? Oder anders gefragt: Was motiviert uns dazu? Ich glaube, es ist primär der Drang, mich selbst ins rechte Licht zu rücken und die daraus resultierende Aufmerksamkeit und Anerkennung, die ich nun neu erhalte. Da der Mensch sich naturgemäß ungern mit Veränderung beschäftigt, ist es die Freude auf Veränderung und Neues nur dann, wenn die letzte Beziehung sehr schmerzhaft (körperlich oder emotional) beendet wurde.


Ein paar Jahre später - und wenn wir nicht aufpassen und aktiv dagegen anarbeiten - sind wir (trotz aller Vorsätze) wieder in eine Art Lethargie verfallen. Die Gewohnheit hat uns eingeholt, der Dampf ist raus, das Tagesgeschäft hat uns fest im Griff.


Finden Sie das Warum!


Übertragen wir diese Zusammenhänge auf das Berufliche, dann findet hier Motivation ebenfalls über den Drang, etwas Gutes zu tun und dafür Anerkennung und Wertschätzung zu erhalten, statt. Wenn also diese zwei Punkte (konkret formuliert):


    Wofür mache ich das?
    Was bekomme ich dafür (neben Geld)?


nicht mehr vor dem geistigen Auge des Mitarbeitenden präsent sind und ausreichend qualifiziert beantwortet werden, kommt es naturgemäß zur Routine des Tagesgeschäfts.


Der Mensch hat von Natur aus ein „rotes Kreuz“ auf dem Rücken: Er will helfen und freut sich über Anerkennung. Daher ist „007“ James Bond so erfolgreich. Er rettet jedes Mal die Welt, und als Zuschauer stellen wir uns vor, wir wären zumindest ein Teil von ihm. Sein Lohn ist dann der Zuspruch der Schönheiten und der Dank des Königreiches.


Soweit die Zusammenhänge. Was also ist zu tun, um in der Routine des Tagesgeschäftes steckengebliebene Mitarbeiter zu neuer Höchstleistung zu bewegen?


Drei Impulse für mehr Motivation:

1. Helfen Sie Ihrem Mitarbeiter, seine Stärken zu identifizieren und lassen Sie ihn idealerweise so arbeiten, dass er seine Stärken bestmöglich einsetzen kann.

2. Geben Sie Aufgaben und Ziele, die groß genug sind, dass der Mitarbeiter für sich das Gefühl bekommt, die Welt um ihn herum zu retten, und sorgen Sie dafür, dass dahinterliegende Zusammenhänge transparent sind. Einer der größten Fehler im Management ist nämlich die Unterforderung, dem Mitarbeiter also weniger zuzutrauen, als er leisten kann. Dabei geht es ausdrücklich nicht um mehr Arbeit in weniger Zeit oder noch höhere Ziele, die unerreichbar sind.

3. Geben Sie Dank, Lob und Anerkennung und beachten Sie dabei die Unterschiede zwischen diesen drei Attributen – das erzeugt Motivation. Lesen Sie dazu auch: 


       Dank, Lob & Anerkennung.


Kennen Sie als Führungskraft die Unterschiede und wissen Sie, worauf es ankommt?


Warum „müssen“ wir als Führungskräfte ständig in Vorleistung gehen? Kann sich der Mitarbeiter nicht gefälligst selbst „in den Hintern treten“? Er bekommt ja schließlich Geld dafür.

Nein, das kann er nicht, und wir freuen uns auch (manchmal auch nur im Stillen) über uns zuteil gewordene Wertschätzung, oder?